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Ex-Playstation-Chefs:: PS5 könnte noch lange reichen

Mehr Leistung ist kein gutes Argument für eine Playstation 6: Zwei Ex-Playstation-Manager plädieren fast gleichzeitig für längere Konsolengenerationen.
/ Peter Steinlechner
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Playstation 5 Pro kurz nach der Präsentation durch Sony im Jahr 2024 (Bild: Tomohiro Ohsumi/Getty Images)
Playstation 5 Pro kurz nach der Präsentation durch Sony im Jahr 2024 Bild: Tomohiro Ohsumi/Getty Images

Brauchen Spieler wirklich bald eine Playstation 6? Gleich zwei ehemalige hochrangige Playstation-Manager stellen das infrage. Shuhei Yoshida und Shawn Layden äußerten sich unabhängig voneinander innerhalb von zwei Tagen, mit unterschiedlichen Argumenten kommen sie zu einem ähnlichen Ergebnis.

Yoshida war mehr als 30 Jahre bei Sony und leitete unter anderem die Worldwide Studios. Im Youtube-Podcast The Vergecast(öffnet im neuen Fenster) argumentiert er, Sony solle die PS5 möglichst lange weiterführen. Ähnliches gelte für Nintendo und die noch junge Switch 2.

Ein wesentlicher Grund seien die gestiegenen Hardwarekosten. Spieler hätten nur ein begrenztes Budget, während insbesondere Komponenten für PCs und Konsolen teurer geworden seien.

Gleichzeitig sieht Yoshida wenig technischen Druck für einen Wechsel: Besitzer einer PS5, Switch 2 oder eines ausreichend schnellen PCs seien mit ihrer Hardware überwiegend zufrieden. Auch von Entwicklern nehme er derzeit keine Forderung nach leistungsfähigeren Konsolen wahr.

Bei Microsoft sieht Yoshida eine andere Situation. Xbox müsse die bestehende Wettbewerbslage verändern und könne deshalb ein größeres Interesse an einem Neustart mit neuer Hardware haben. Microsoft arbeitet bereits an der nächsten Xbox-Generation.

Shawn Layden vermisst die großen Neuerungen

Zwei Tage nach Yoshida äußerte sich Shawn Layden ähnlich. Der ehemalige Chef von Sony Interactive Entertainment America und frühere Chairman der Worldwide Studios sprach im Youtube-Podcast The Expansion Pass(öffnet im neuen Fenster) über die Frage, womit sich eine neue Konsolengeneration überhaupt noch verkaufen lasse.

Mehr Raytracing und zusätzliche Teraflops könnten nach Ansicht Laydens nicht ausreichen, wenn Käufer dafür womöglich einen höheren Preis bezahlen müssen. Als Beispiel nennt er einen hypothetischen Preis von 1.000 US-Dollar. Layden fragt, ob die technische Entwicklung ein Plateau erreicht habe, auf dem schneller und farbenfroher allein keine ausreichenden Unterscheidungsmerkmale mehr seien.

Das Innenleben der Playstation 5 (Herstellervideo)
Das Innenleben der Playstation 5 (Herstellervideo) (07:11)

Früher seien die Unterschiede offensichtlicher gewesen. Layden vergleicht den Sprung von Playstation zu Playstation 2 mit dem Wechsel von VHS zu DVD: Der Fortschritt sei unmittelbar sichtbar gewesen. Bei modernen Konsolengenerationen werde die Kurve dagegen flacher, während die Hardware gleichzeitig teurer werde.

Damit kommen zwei der bekanntesten früheren Playstation-Manager fast zeitgleich zum gleichen Grundproblem: Eine PS6 müsste Spielern mehr bieten als nur höhere technische Werte. Yoshida geht noch einen Schritt weiter und hält es für sinnvoll, die bestehende Generation so lange wie möglich am Leben zu halten.


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