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KI: Angeblich halbe Milliarde Dollar in Tokens verbrannt

Ein Konzern soll rund 500 Millionen Dollar für Claude ausgegeben haben, weil niemand Nutzungslimits für Mitarbeiter eingerichtet hatte.
/ Michael Linden
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KI kann viel Geld kosten. (Symbolbild) (Bild: Pexels)
KI kann viel Geld kosten. (Symbolbild) Bild: Pexels

Ein namentlich genanntes Unternehmen hat innerhalb von einem Monat versehentlich Tokens für Anthropics Claude AI im Wert von 500 Millionen US-Dollar verbraucht, wie Axios berichtet(öffnet im neuen Fenster). Offenbar wurde versäumt, ein Nutzungslimit für Beschäftigte einzurichten.

Dem Bericht zufolge kämpfen viele Unternehmen derzeit damit, dass ihre KI-Ausgaben nicht in erkennbare Rendite münden. Mitarbeiter nutzen Tools teils für Aufgaben ohne Wert für das Unternehmen, andere übertreiben den Token-Verbrauch gezielt, um interne Leistungsziele zu erfüllen. Dieses Muster hat inzwischen einen Namen: Tokenmaxxing.

Uber-CEO Dara Khosrowshahi sagte kürzlich, ein hoher Token-Verbrauch stehe in keinem nachweisbaren Zusammenhang mit nützlichen Ergebnissen. Amazon strich ein internes KI-Nutzungsranking, nachdem Mitarbeiter sinnlose Aufgaben ausführten, um im Leaderboard aufzusteigen.

Agentic AI als besonderer Kostentreiber

Besonders teuer sind sogenannte Agentic-AI-Systeme, die mehrere Aufgaben autonom hintereinanderschalten. Solche Workflows sollen bis zu 1.000-mal mehr Tokens verbrauchen als eine gewöhnliche Sprachmodell-Abfrage.

Das Unternehmen hinter dem 500-Millionen-Fall wurde von Axios und dem zitierten KI-Berater nicht genannt. Einige Nutzer auf X spekulierten über Amazon, ohne haben aber Belege dafür zu nennen. Anthropic äußerte sich bisher nicht.

Branchenweites Erwachen bei KI-Governance

Der Fall reiht sich in eine Serie teurer Pannen ein. Im April erhielt ein Google-Cloud-Kunde eine Rechnung über 18.000 US-Dollar(öffnet im neuen Fenster), trotz eines Kontoguthabens von nur sieben US-Dollar. Im Mai verbrauchte der Entwickler des Tools Openclaw rund 1,3 Millionen US-Dollar an OpenAI-API-Tokens(öffnet im neuen Fenster) innerhalb eines einzigen Monats.


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