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Militär: SpaceX soll US-Luftverteidigung stärken

In Zusammenarbeit mit der US Space Force soll eine neue Satellitenüberwachung aufgebaut werden, die Flugobjekte besser erkennen soll.
/ Mario Petzold
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SpaceX und die US-Regierung arbeiten eng zusammen. (Bild: Getty Images/Joe Raedle)
SpaceX und die US-Regierung arbeiten eng zusammen. Bild: Getty Images/Joe Raedle

Die US Space Force(öffnet im neuen Fenster), ein Teil des US-Militärs, hat den Abschluss eines Vertrags mit SpaceX zum Aufbau neuer Überwachungsmöglichkeiten bekannt gegeben. Bereitgestellt werden umgerechnet 3,5 Milliarden Euro, um einen sogenannten Space-Based Airborne Moving Target Indicator (SB-AMTI) im Erdorbit zu stationieren.

Das System soll die bestehende Luftüberwachung ergänzen und dementsprechend verbessern. Laut der Meldung stößt die bisher genutzte luftgestützte Sensorik an ihre Grenzen und soll durch diese zusätzliche Überwachungsschicht im All ergänzt werden.

Neben Überwachungssatelliten soll der Auftrag auch sichere Kommunikationswege, die Auswertung der Daten am Boden und Schnittstellen zu anderen Verteidigungssystemen umfassen.

Ausgaben für Überwachung steigen immer weiter

Bis 2028 soll eine erste funktionsfähige Satellitenkonstellation aufgebaut sein. Ziel ist es, weltweit Luftbewegungen erkennen und verfolgen zu können. Vor allem Raketen und Drohnen sollen erkannt werden, wie sie zum Beispiel zuletzt in großer Stückzahl vom Iran gegen das US-Militär eingesetzt wurden und dessen Luftüberwachung überlasteten.

Das Projekt, das nun von SpaceX umgesetzt werden soll, ist ein Teil der Golden-Dome-Initiative, mit der die USA eine umfassende Raketenabwehr aufbauen wollen. Der genannte Milliardenbetrag stellt darin nur einen kleinen Anteil dar, wobei die genannten Gesamtkosten laut Reuters auch dadurch zuletzt wieder um knapp 10 Milliarden angestiegen sind.

Die US-Regierung beziffert die Gesamtkosten für das Projekt mittlerweile auf 160 Milliarden Euro. Laut Congressional Budget Office(öffnet im neuen Fenster), einer Behörde des US-Kongresses, dürften die Gesamtkosten für sämtliche Teile jedoch bei annähernd 1 Billion Euro liegen.

Und nicht nur an den Kosten gibt es Kritik. Es werden zudem Befürchtungen geäußert, dass die USA im Zuge des Programms Waffensysteme im Orbit installieren könnten.


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