Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Nothing: Budget-Smartphone fällt Speicherkrise zum Opfer

Ein neues CMF-Phone von Nothing wird es in diesem Jahr nicht geben – die Speicherpreise machen es unrentabel.
/ Tobias Költzsch
1 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Auch bisherige Smartphones wie das CMF Phone 2 Pro können nicht zu gleichen Preisen wie bisher nachproduziert und verkauft werden. (Bild: CMF)
Auch bisherige Smartphones wie das CMF Phone 2 Pro können nicht zu gleichen Preisen wie bisher nachproduziert und verkauft werden. Bild: CMF

Der Mitgründer von Nothing, Akis Evangelidis, hat bekannt gegeben, dass es in diesem Jahr kein neues Smartphone von Nothings Budget-Marke CMF geben wird. Grund dafür seien die stark gestiegenen Preise für Speicher und Arbeitsspeicher, wie Evangelidis auf X erklärt(öffnet im neuen Fenster).

"Wir haben an einem Nachfolgemodell gearbeitet, aber angesichts der derzeitigen Speicherpreise können wir kein Smartphone entwickeln, das sich wie ein echter Fortschritt anfühlt und gleichzeitig zu einem für CMF sinnvollen Preis angeboten werden kann", sagt Evangelidis.

CMF ist Nothings preiswerte Untermarke. In Deutschland kostet das aktuelle Modell CMF Phone 2 Pro mit 8 GByte RAM, 128 GByte Speicher, Dreifachkamera, Mediatek Dimensity 7300 Pro und 6,77-Zoll-Display 250 Euro. Das Gerät ist ausverkauft; auf Nachfrage erklärt Evangelidis, dass dies auch so bleiben wird.

Nachproduktion von CMF Phone 2 Pro würde sich nicht lohnen

Ein indischer Nutzer fragte auf X, ob Nothing statt eines neuen Modells das bestehende CMF Phone 2 Pro nachproduzieren könne. Evangelidis zufolge(öffnet im neuen Fenster) müssten dafür auch neue Teile besorgt werden, weshalb das Smartphone zwischen 30.000 und 35.000 indischen Rupien (277 bis 323 Euro) kosten würde. Der Standardpreis in Indien liegt bei 23.000 indischen Rupien, umgerechnet knapp über 200 Euro.

Nothing will 2026 andere Produkte unter dem CMF-Branding veröffentlichen. Bislang gibt es neben Smartphones auch verschiedene Kopfhörer und Smartwatches von CMF. Evangelidis zufolge sollen weitere neue Produkte hinzukommen.

Der Golem-Blick

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren sind deren Preise in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen. Die Mehrkosten betreffen zahlreiche Smartphone-Hersteller: Auch Apple kündigte als einer der letzten nun eine Preissteigerung an.

Besonders Anbieter preiswerter Geräte treffen die Preissteigerungen hart, da sie weniger Spielraum für die Mehrkosten haben. Die Geräte haben in der Regel eine geringere Gewinnmarge als Premium-Smartphones. Im Zweifel bedeutet das dann wie bei Nothing, dass bestimmte Modelle nicht mehr erscheinen.


Relevante Themen