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PC-Gaming: Epic Games Store rüstet gegen Steam auf

Profile, Nutzerbewertungen und ein neuer Launcher: So will Epic Games seinen Store attraktiver machen und den Abstand zu Steam verkleinern.
/ Peter Steinlechner
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Artwork des Epic Games Store (Bild: Epic Games)
Artwork des Epic Games Store Bild: Epic Games

Epic Games will seinen Spiele-Store grundlegend modernisieren. Auf der Unreal Fest 2026 hat das Unternehmen eine umfangreiche Roadmap vorgestellt (via Reddit(öffnet im neuen Fenster)). In den kommenden zwölf Monaten sollen nach und nach zahlreiche Funktionen folgen, die Nutzer von Steam seit vielen Jahren kennen.

Dazu gehören Spielerprofile, Avatare, schriftliche Nutzerbewertungen, Patchnotes direkt im Store, erweiterte Controller-Unterstützung und neue Community-Funktionen.

Im Mittelpunkt steht jedoch der Launcher selbst. Epic spricht von einem kompletten Neuaufbau der technischen Grundlage. Der neue Epic Games Launcher soll laut Unternehmen bis zu fünfmal schneller starten und aus dem Hintergrund sogar bis zu 6,5-mal schneller reagieren als die bisherige Version.

Damit reagiert Epic auf einen der häufigsten Kritikpunkte der vergangenen Jahre: Viele Spieler empfinden den Launcher als träge und weniger komfortabel als die Konkurrenz von Valve.

Der Epic Games Store startete Ende 2018 als Herausforderer von Steam und lockte Entwickler mit einer niedrigeren Umsatzbeteiligung von zwölf statt der branchenüblichen 30 Prozent an. Auf Spielerseite setzte Epic vor allem auf teils hochkarätige kostenlose Spiele.

Gleichzeitig fehlten viele Funktionen, die bei Steam längst selbstverständlich sind. Mit der neuen Roadmap will Epic diese Lücke zumindest teilweise schließen.

Besserer Gamepad-Support

Neben Profilen, Avataren und Nutzerbewertungen plant Epic weitere Funktionen, die bislang vor allem von Steam bekannt sind. Dazu gehören Patchnotes direkt auf den Store-Seiten, ein Hardware-Check zur Abschätzung der zu erwartenden Spielleistung, breitere Unterstützung für Xbox- und Playstation-Controller sowie Community-Bereiche für Entwickler und Drittanbieter.

Auch Geschenke über Ländergrenzen hinweg, von Publishern finanzierte Rabattaktionen, private Nachrichten sowie Sprach- und Textchats stehen auf der Roadmap. Die meisten Neuerungen sollen laut Epic innerhalb der kommenden zwölf Monate erscheinen.

Darüber hinaus soll der Store stärker zu einer sozialen Plattform ausgebaut werden. Spielerprofile werden erweitert, Entwickler sollen ihre Communitys direkter ansprechen können und verschiedene soziale Funktionen werden enger mit dem Launcher verknüpft. Damit orientiert sich Epic zunehmend an den Funktionen, die Steam über Jahre zu einer der wichtigsten Plattformen für PC-Spieler gemacht haben.

Epic Games Store: Trotz Gratis-Games noch kein ganz großer Erfolg

Der Ausbau erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die wirtschaftliche Lage des Stores weiterhin nicht vollständig transparent ist. Im Jahresrückblick für 2025(öffnet im neuen Fenster) meldete Epic Games immerhin neue Rekorde: Die Spieler gaben im Store demnach 1,16 Milliarden US-Dollar aus, die Ausgaben für Drittanbieter-Spiele stiegen um 57 Prozent auf 400 Millionen US-Dollar.

Mit dem Umbau des Launchers und den zahlreichen neuen Funktionen versucht Epic nun, das Angebot attraktiver zu machen und den Abstand zu Steam zu verringern.


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